Promovierende

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des DFDK Mainz-Dijon kommen aus unterschiedlichen Fächern der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Université de Bourgogne, Dijon. Unsere aktuellen Mitglieder sind:

 

 

Bach, Matthieu

Université de Bourgogne

Linguistique allemande

Betreut durch Prof. Dr. Laurent Gautier

Prototypicité des publicités visuelles et textuelles dans le domaine du vin. Analyse d’un discours multimodal et de sa réception

 

Bélisle-Wolf, Diane

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

dbelisle-wolf@web.de

Transnational American Studies Institute

Betreut durch Prof. Dr. Alfred Hornung

 

 

 

Literary Reactions to 9/11 in Francophone and Anglophone Canadian and American Literature

Les attaques terroristes du 11 septembre 2001 ont immédiatement affecté le Canada ainsi que les Canadiens, et ce, autant dans les sphères politique et économique que sociale et culturelle. Néanmoins, l’étude des réactions littéraires canadiennes - anglophones et francophones - suite à ce que l’on a surnommé le 9/11, semble avoir été plutôt négligée par la recherche scientifique. L’un des buts de cette étude a donc été d’établir un premier corpus littéraire de la Ground Zero Fiction au Canada. Cette recherche s’interroge ensuite sur ce qui constitue le caractère canadien (« canadianness », « québécité ») des textes étudiés : existe-t-il une perspective spécifiquement canadienne suite à l’effondrement des tours jumelles ? Quels sont les éléments qui permettent de différencier ces écrits des productions littéraires américaines, françaises et britanniques traitant du même sujet ? Peut-on parler d’une mémoire collective commune ? Dans une perspective transnationale (et transatlantique), cette étude comparée examine différentes productions littéraires francophones et anglophones au Canada et aux États-Unis - ainsi qu’une sélection d’oeuvres françaises (Salim Bachi, Frédéric Beigbeder et Luc Lang) et britanniques (Martin Amis et Ian McEwan) - en explorant d’une part, la fictionalisation du 11 Septembre, et, de l’autre, la façon dont l’imaginaire culturel de Septembre 2001 est reflété dans la représentation esthétique des oeuvres analysées. Finalement, cette étude se propose de situer ces productions littéraires dans le cadre actuel : de quelles façons s’inscrivent-elles dans le contexte international, plus de 15 ans après les attentats terroristes au World Trade Center ?

 

Publikationen:

“Nation et lieu de mémoire : Le Survenant de Germaine Guèvremont comme lieu de mémoire de la littérature québécoise”. Nation und Region: Zur Aktualität intrakultureller Prozesse in der globalen Romania. Éd. Klaus Semsch. Berlin [u.a.]: Lit Verlag, 2011. 1- 36.

Éd. avec Melanie Hanslik, Caroline Heller, Xiuming He, Nicole Poppenhagen et Nele Sawallisch. Current Objectives of Postgraduate American Studies 16.1 (2015). (http://copas.uni-regensburg.de/issue/view/26)

 

Dorogova, Elizaveta

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

 

Übersetzungswissenschaft

Betreut durch Prof. Dr. Michael Schreiber und Prof. Dr. Jörn Albrecht

 

 

 

Sinn-Übertragung als Problem der modernen deutschen und französischen Übersetzungen der mittelhochdeutschen Predigten Meister Eckharts

Mein Korpus enthält sowohl deutsche als auch französische Übersetzungen. Ich gehe somit übersetzungswissenschaftlich, aber auch germanistisch und romanistisch vor. Mir geht es dabei nicht darum, die Übersetzungslösungen zu bewerten, sondern darum, sie im Kontext ihrer Zielkultur und -Epoche einzuordnen bzw. zu beschreiben. Es werden Stellen herausgearbeitet, die aus inhaltlicher Perspektive besonders schwer zu übersetzen sind. Faktoren wir Biografien der Übersetzer, ihre Weltanschauung, der geschichtliche Hintergrund und die Rahmenbedingungen der Entstehung der Übersetzungen finden ebenfalls Berücksichtigung. Anhand der Übersetzungsreflexionen sowie der Übersetzungsstrategien der Übersetzer versuche ich, die Stimme des jeweiligen Übersetzers "herauszuhören". Ein weiteres wichtiges Schlüsselproblem meiner Arbeit stellt außerdem die Intertextualität in Eckharts Predigten im Kontext der Übersetzung dar.

Ich bemühe mich darum, jede Übersetzung im Kontext ihrer Entstehung zu rekonstruieren. Dabei strebe ich auch die Situierung der Übersetzungen im Kontext ihrer Rezeptionstradition an. Ich gehe davon aus, dass ein einheitliches übersetzungskritisches Urteil auch von sachkundigen Einsichten in die theologisch-philosophischen Zusammenhänge profitiert, die sich auf das Original und die Übersetzungen beziehen.

 

Dumont, Leonard

Université de Bourgogne

dumont.leonard@gmail.com

Archéologie (Protohistoire européenne)

Betreut durch Prof. Dr. Stefan Wirth und Prof. Dr. Guy de Mulder (Universiteit Gent)

Production et diffusion des épées à poignée métallique de l’âge du Bronze en Europe occidentale

Mes recherches portent sur la production et la circulation des épées à poignée métallique durant l’âge du Bronze en Europe. L’objectif est d’utiliser les différentes traditions morphologiques et technologiques identifiables au sein de ces armes afin de comprendre les échanges dont elles ont fait l’objet sur de longues distances, traversant parfois l’ensemble du continent européen.

Publikationen:

Dumont L. et Logel T. (2018) – L’épée à poignée métallique de Niffer (Haut-Rhin) : un exemple de production occidentale au Bronze moyen, Bulletin de l’APRAB, 2018, p. 154-165.

 

Elsherif, Garda

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

 

elsherif@uni-mainz.de

Translationswissenschaft

Betreut durch Prof. Dr. Andreas Gipper

 

 

Abgrenzung, Dialog, Replikation. Funktionen von Translation im (natur)wissenschaftlichen Diskurs Frankreichs im Klassischen Zeitalter

Im Zentrum meiner Arbeit stehen (intendierte und nicht-intendierte) Funktionen von Translation im Wissenschaftssystem. Anders als etwa die Übersetzung von Literatur, hat die Untersuchung von Translation im wissenschaftlichen Feld noch keine lange translationswissenschaftliche Tradition. Viele translationswissenschaftliche Diskussionen haben ihr Anschauungs- und Argumentationsmaterial aus dem literarischen Feld geschöpft. In meiner Arbeit interessiert mich nun die Frage nach dem Spezifischen der Translation im wissenschaftlichen Feld, sodass ich auch immer wieder eine kontrastive Perspektive zu anderen Feldern einnehmen möchte. Das Frankreich des Klassischen Zeitalters (1600-1815) eignet sich als Untersuchungszeitraum besonders, als sich in diesem Zeitraum ein Wechsel von einer einsprachigen zu einer mehrsprachigen europäischen Wissenschaftslandschaft vollzog, wodurch es zu einem starken Anstieg an Translationsproduktionen zwischen den sich neu zu Wissenschaftssprachen ausbildenden Vulgärsprachen kam. Welche Formen der Translation von Wissenschaft haben sich damals herausgebildet und welche Funktion(en) hatten diese jeweils im Wissenschaftssystem? Ging es (nur) darum, Kommunikation zu ermöglichen? Wann und unter welchen Bedingungen kommt es zu strategischen und diskursiven Funktionen? Wie unterscheiden sich die Funktionen von publizierten Übersetzungen von nicht-publizierten?  Spielt die Unterscheidung zwischen bezahlter und nicht bezahlter Translationsleistung eine Rolle? In meiner Arbeit möchte ich versuchen die Translationsformen und ihre jeweiligen Funktionen zu systematisieren.

Publikationen:

G. Elsherif (2020) „Philosophical production through translation. The Kindī-circle and development of an Arab philosophy tradition“, in: New Voices in Translation Studies 23, 86-109.

 

Fischer, Joel

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Joel_Fischer_komprimiert

 

joel.fischer@web.de

Kunstgeschichte

Betreut durch Prof. Dr. Gregor Wedekind

 

 

Selbstbezüge. Die werkreferenzielle Bildpraxis Eugène Delacroix’ (1798–1863)

Das Werk Eugène Delacroix’ besteht in weiten Teilen aus Motivwiederholungen und Wiederbearbeitungen früherer Kompositionen, die ein hohes Maß an Reflexion und Bewusstsein gegenüber dem eigenen Bildschaffen belegen. Mein Dissertationsprojekt wird diese repetitive Bildpraxis zunächst strukturieren und sie darauf aufbauend im Zusammenhang seiner Bildpoetik analysieren. Wiederholungen thematisieren das Spannungsfeld von Referenz und Differenz und geben Einblick in produktionsästhetische Abläufe, die in der wiederholten Formulierung stufenweise sichtbar werden. Diese werde ich am Beispiel der werkreferenziellen Bildpoetik Delacroix’ aufzeigen und mit dem Konzept der ‚Referenzialität’ im Zusammenhang der aktuellen bildwissenschaftlicher Diskussionen verorten.

Publikationen:

‚Pleasure’s Purest Cupfür alle. Der Mediendialog der Hudson River School mit dem Panorama, Diorama und dem bewegten Panorama, in: kunsttexte.de, Nr. 1, 2015 (17 Seiten), www.kunsttexte.de.

Paul Gauguin: Joies de Bretagne, in: Onlinekatalog der Staatsgalerie Stuttgart (2013) (http://www.staatsgalerie.de/onlinekatalog).

Jean Pillement: A New Book of Chinese Ornaments, 1: Titel, 2 und 3, jeweils in: Onlinekatalog der Staatsgalerie Stuttgart (2013) (http://www.staatsgalerie.de/onlinekatalog).

 

Gvenetadze, Laura

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

 

laura.gvenetadze@uni-mainz.de

Kunstgeschichte

Betreut durch Prof. Dr. Gregor Wedekind

 

 

Carolus-Duran: Das Geschäft mit dem Porträt, 1870-1900

Der französische Maler Carolus-Duran (1837-1917) konnte in der Dritten Republik enorme Erfolge als Gesellschaftsporträtist erzielen, ist aber spätestens seit dem Ersten Weltkrieg in Vergessenheit geraten. Das Projekt möchte den Versuch unternehmen, den pejorativen, bis in die heutige Forschung nachwirkenden Vorbehalten der Gattung Porträt gegenüber entgegenzutreten und die jeweiligen Bildwerke als Forschungsgegenstand ernstnehmen, die getauscht wird, sondern gleichzeitig auch als Währung, mit der sich handeln lässt, und die sich in dem zu betrachtenden Zeitraum inflationär verhält.
Daher stehen folgende Fragestellungen im Zentrum des Promotionsprojekts: Welches Verständnis der Funktionen und das ästhetischen Potentials eines Porträts kommen in Carolus-Durans Arbeiten zu Tage und wie vermittelt er diese Agenda auf der Bildebene? Mit welchen Strategien schafft er es, seine Position an der Spitze der französischen Porträtproduktion zu erarbeiten?

Publikationen:

"Seurat, Georges", in: Allgemeines Künstlerlexikon, Berlin: De Gruyter 2019.

"Rousseau, Henri", in: Allgemeines Künstlerlexikon, Berlin: De Gruyter 2018.

[mit Nora Hoffmann und Yasmin Leibenath:] "Evaluation des Writing Fellow-Programms aus Lehrendenperspektive", in: Lehren und Lernen mit Writing Fellows. Beiträge zur Forschung, Evaluation und Adaption, hg. von Anja Voigt, Bielefeld 2018.

[mit Laura Domes, Christopher Nixon und Katharina Täschner:] Sublimation - Mind, Matter, Concept in Art after Modernism (Konferenzbericht), in: ArtHist.net, 24. Mai 2018.

 

Hesse, Anna

Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Paris 1 Panthéon Sorbonne

 

anna.hesse@hotmail.com

Geschichte

Betreut durch Prof. Dr. Andreas Rödder und Dr. HDR Nicolas Offenstadt

 

 

Zwischen Bonn und Bautzen: Die ostdeutschen Abgeordneten des 12. Bundestages und die politisch‐kulturellen Transformationsprozesse in der Bundesrepublik (1990–1994)

Im Rahmen des Dissertationsprojektes sollen ostdeutsche Bundestagsabgeordnete in den Blick genommen werden, die als in der der DDR sozialisierte Männer und Frauen im Dezember 1990 in den damals Bonner Bundestag eintraten. Zeitgenössisch wurden sie von den Medien als Ostpolitiker, die auffielen, von der Wissenschaft jedoch als vollkommen an die politische Kultur der Bundesrepublik angepasste PolitikerInnen beschrieben. Wie passen diese Narrative zusammen? Im Projekt soll untersucht werden, inwiefern sich die politische Sozialisation in der DDR und im Wendejahr auf die Mandatsausübung der MdBs zwischen 1990 und 1994 auswirkte? Die biografischen Herkünfte der 128 MdBs sollen kollektivbiografisch überblickshaft vermessen werden, um dann zehn ausgesuchte Akteure aller Parteien genauer zu untersuchen. Dabei soll nach den Erwartungen, konkreten Erfahrungen und Strategien gefragt werden.

Publikationen:

Rezension : Anna HESSE, « Emmanuel Droit, 24 heures de la vie en RDA, Paris, PUF, 2020, 197 p. », In : Territoires contemporains ‐ nouvelle série, 27 octobre 2020, URL : Emmanuel Droit, 24 heures de la vie en RDA. Anna Hesse. (u-bourgogne.fr) (22/04/2021).

 

Janin, Marie-Anaïs

Université de Bourgogne

 

marie-anais.janin@u-bourgogne.fr

Histoire ancienne

Betreut durch Prof. Dr. Sabine Lefebvre und Prof. Dr. Guillaume Bonnet

 

Acculturation et identités gauloises à partir des inscriptions dans les territoires limitrophes de Gaule Lyonnaise et de Germanie Supérieure : contacts linguistiques et usages des langues dans les territoires des Sénons, Éduens, Lingons, et Séquanes.

Si l'intégration des Gaules à l'empire romain a été bien étudiée dans ses aspects politiques, fiscaux et religieux, il est en revanche moins aisé d'en appréhender la dimension culturelle, et notamment linguistique. Comment en effet les langues utilisées par les différentes tribus gauloises se sont-elles adaptées à la romanisation et à la latinisation programmées de la province ? Que peuvent nous révéler les différentes évolutions langagières sur la perception et le degré d'assimilation des peuples au conquérant romain ? À quel point la langue est-elle un marqueur de l'intégration d'un peuple conquis et rattaché à un empire aux multiples identités culturelles ?
Le sujet se concentre sur l'est de la Gaule Lyonnaise, l'une des provinces gauloises définies par le prince Auguste et remaniées plus tard par Domitien. Il s'agit, à travers cette étude, d'exploiter historiquement et linguistiquement ses inscriptions en gallo-grec, en gallo-latin et en latin afin de constituer un tableau des diverses attitudes linguistiques des Gallo-romains, avec une attention toute particulière portée sur la langue gauloise, langue fragmentaire dont le corpus ne cessent de s'étoffer, et dont les recherches sur la grammaire et le lexique s'intensifient, à la faveur notamment des découvertes archéologiques récentes.

 

Knitter, Constanze

Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Université de Lorraine

 

cknitter@students.uni-mainz.de

Geschichte

Betreut durch Prof. Dr. Michael Kißener und Prof. Dr. Ulrich Pfeil

 

 

Ostdeutsch-französische Städtepartnerschaften (1959-1989)

Der Kalte Krieg bedeutete für die Außenpolitik der Deutschen Demokratischen Republik die Eigenständigkeit und die Legitimation des Herrschaftssystems permanent unter Beweis stellen zu müssen. Städtepartnerschaften zum Westen ermöglichten eine Außenpolitik auf Umwegen und spielten dabei eine wichtige Rolle für die außenpolitische Wahrnehmung des zweiten deutschen Staates. Das Promotionsprojekt führt eine systematische Untersuchung der Partnerschaften durch, indem Gründungmotive, Akteure, Formen und Konjunkturen der Kommunalpartnerschaften analysiert werden. Der letzte Teil der Arbeit hinterfragt, inwiefern die Städtepartnerschaften über den Eisernen Vorhang der parteilichen und staatlichen Kontrolle ausgesetzt waren.

Publikationen:

Constanze Knitter, „Die Berliner Luftbrücke - Ein Erinnerungsort des Kalten Kriegs?“. Internationale Tagung des Labex EHNE (Paris), der Université de Lorraine (CEGIL), des Berliner Kollegs Kalter Krieg, des AlliertenMuseums und der Stiftung Luftbrückendank, Berlin, 12.-14. März 2017, MGZ 1/77 (2018), S. 108–114.

Presse:

Harr, Marianne: „Freundschaft über Grenzen hinweg“, MDR Zeitreise, https://www.mdr.de/zeitreise/staedtepartnerschaften-100.html

 

Köhler, Teresa

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

tekoehle@uni-mainz.de

Erziehungswissenschaft

Betreut durch Prof. Dr. Carla Schelle

Imaginative Geographien in schulischen Diskursen – ein deutsch-französischer Vergleich

 

Kotšmídová, Alena

Université de Bourgogne
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Lettres Modernes

Betreut durch Prof. Dr. Jean-Marie Fritz und Prof. Dr. Alfred Gall

Transferts culturels et jeux littéraires : de la version française médiévale de la belle Maguelonne à la version tchèque

 

Larguier, Audrey

Université de Bourgogne
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Linguistique allemande

Betreut durch Prof. Dr. Laurent Gautier und Prof. Dr. Antje Lobin

Verbalisation lexicale et discursive comparée des perceptions olfactives (ou gustatives) chez des sujets germanophones et francophones - quelle part culturelle ?

 

Le Cozanet, Thibault

Université de Bourgogne

t.lecozanet@gmail.com

Archéologie protohistorique

Betreut durch Prof. Dr. Stefan Wirth

 

Immergé dans les eaux, enfoui dans la terre. Etudes comparatives du mobilier métallique provenant des contextes non funéraires de l’âge du Fer (VIIIe – Ie s. av. J.-C.).

L’étude des dépôts de mobiliers à composante métallique non funéraires aux âges du Fer (IXe – Ie s. av. J.C.) est ancienne, très marquée, notamment, par la découverte du site éponyme de La Tène en 1857 et par celle des grands sanctuaires laténiens durant le dernier quart du XXe siècle. Cependant en France, malgré un intérêt précoce et entretenu, ce sujet fut majoritairement étudié de manière monographique ou à des échelles locales, ce qui de fait, limite les interprétations fonctionnelles de ces pratiques.
L’originalité de ce projet repose sur l’intégration dans une même démarche des dépositions en milieux humides et terrestres, ce qui n’a jamais été réalisé aux échelles chronologiques et spatiales envisagées ici. En effet, la longue séquence chronologique prise compte, qui va du IXe au Ier s. av. J.-C., permettra une restitution dynamique de l’évolution de ces phénomènes. Les résultats attendus apporteront des éléments de compréhension inédits, non seulement sur ces pratiques rituelles, mais surtout sur l’organisation territoriale, socio-économique et culturelle de ces sociétés. Il sera alors possible d’élargir la réflexion à d’autres territoires mais surtout de confronter ces résultats à ceux déjà obtenus sur l’âge du Bronze.

 

Publikationen:

Le Cozanet T., 2015, « Quelle méthode pour étudier les contextes de découverte des dépôts à composante métallique ? », in Kaurin J., Marion S., Bataille G., Table-ronde internationale conclusive des ateliers funéraires et dépôts du GRDE Les Celtes en Europe, BIBRACTE, Glux-en-Glenne.

Le Cozanet T., A paraître, « L’armement en milieu humide à l’âge du Fer en France : quantification et interprétation », in P. Ballet, I. Bertrand, S. Lemaître, M. Mossakowska-Gaubert dir., Les mobiliers archéologiques dans leur contexte, de la Gaule à l'Orient méditerranéen : fonctions et statuts, Actes du colloque du 27 au 29 octobre 2014, Poitiers, Octobre 2014, Presse Universitaire de Rennes, Rennes.

Le Cozanet T., A paraître, « Une ou des pratiques de dépôt non funéraire à l’âge du Fer : approche comparative entre contextes terrestre et humide », in A. Cannot, T. Le Cozanet, J. Remy, J. Wilczek dir., Interdisciplinarité et nouvelles approches dans les sur l’âge du Fer, Actes des Premières rencontres doctorales de l'EEPB, 28 au 30 avril 2015, Glux-en-Glenne.

Cannot A., Le Cozanet T., Remy J., Wilczek J. (dir.), A paraître, Interdisciplinarité et nouvelles approches dans les sur l’âge du Fer, Actes des Premières rencontres doctorales de l'EEPB, 28 au 30 avril 2015, Glux-en-Glenne, éd. Brno University.

 

Lehnert, Timo Andreas

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

TimoALehnert@AOL.com

Neuere Geschichte

Betreut durch Prof. Dr. Matthias Schnettger

 

Confessio – conflictio – cociliatio. Henri de Rohan (1579-1638) und die internationalen Beziehungen in Europa

Das Promotionsvorhaben sucht vor dem Hintergrund, dass die gesamte Frühe Neuzeit als Zeitraum einer „Kriegsverdichtung“ (Johannes Burkhardt) zu betrachten ist, die politischen Konzepte des französischen Hochadligen und Militärführers Henri de Rohan (1579-1638) darzulegen und wissenschaftlich zu bewerten. Rohans Traktate, Memoiren und Briefe problematisieren die rezenten kriegerischen Auseinandersetzungen in polemischem Tonfall und nehmen Stellung zu dem wechselseitigen Verhältnis der europäischen Mächte. Die Frage nach dem Charakter der französischen Außenpolitik wird bei der Erarbeitung von Rohans Thesen wiederum auf die Frage bezogen, ob bereits die Zeit des Dreißigjährigen Krieges eine internationale Ordnung in Form einer „Balance of Power“ antizipiert.
Nähert man sich Henri de Rohan über die Themenkomplexe „Krieg“ und „Konfession“ als maßgebliche Normen an, wird deren für das Konfessionelle Zeitalter ursächliche Verschränkung zugrunde gelegt. Hierbei sind freilich die konfessionsübergreifende Kooperation politischer Partner ebenso wie die Komplexität der reformierten Glaubenslehre als Beispiele für fragile Normativitätskonzepte zu erachten. Die Dissertation wird diese Widersprüchlichkeit nicht lösen, sie aber diskutieren können, um letztlich die Zerrissenheit der Zeit am Kollektiv wie auch am Einzelnen fassbar zu machen.

 

Liégeois, Vince

Université de Bourgogne

Linguistique

Betreut durch Prof. Dr. Laurent Gautier

 

Nazarov, Waldemar

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

wanazaro@uni-mainz.de

Translationswissenschaft

Betreut durch Prof. Dr. Michael Schreiber

Die juristische Fachübersetzung von französischen und deutschen arbeitsrechtlichen Gerichtsurteilen in der Revisionsinstanz: eine korpuslinguistische und kognitionstranslatologische Untersuchung

Die geplante Dissertation befasst sich mit revisionsinstanzlichen Gerichtsurteilen, die auf arbeitsrechtlichen Streitigkeiten beruhen. Dabei werden gegenwärtige französische Urteile der chambre sociale de la cour de cassation und deutsche Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts korpuslinguistisch u. a. hinsichtlich ihrer fachsprachlichen Merkmale untersucht.

Auf der Grundlage der Translationsprozessforschung sowie der kognitiven Linguistik und mithilfe von Eye-Tracking- und Key-Logging-Studien soll festgestellt werden, welchen Schwierigkeiten und Herausforderungen Übersetzer jeweils begegnen, wenn sie arbeitsrechtliche Revisionsurteile aus dem Deutschen ins Französische bzw. aus dem Französischen ins Deutsche übertragen, und mit welchen Hilfsmitteln sowie Recherchequellen sie diesen Abhilfe schaffen. Ziel ist es, Empfehlungen für Übersetzer in dieser Hinsicht zu formulieren.

 

Plath, Felix

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

 

fplath@students.uni-mainz.de

Kulturwissenschaft

Betreut durch Prof. Dr. Andreas Gipper

 

 

 

Die Rezeption Carl Schmitts in Frankreich unter Berücksichtigung der Translationsproblematik

Die Arbeit zielt darauf ab, zentrale Merkmale der Wahrnehmung Carl Schmitts in Frankreich unter Berücksichtigung von für die Translationswissenschaft relevanten Fragestellungen zu eruieren. Übersetzungen einzelner Schriften Schmitts sollen in Hinblick auf ihren jeweiligen Entstehungshintergrund sowie auf die für ihre Entstehung verantwortlichen Akteure, Institutionen und gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen näher untersucht werden. Hierbei soll ausgearbeitet werden, inwiefern bestimmte Persönlichkeiten durch ihr Dasein als Übersetzer, Freund, Kritiker, Bekannter oder Unterstützer Schmitts dessen Rezeption in der französischen Intellektuellenszene, Öffentlichkeit und im wissenschaftstheoretischen Diskurs geprägt haben. Die Arbeit verfolgt jedoch einen ganzheitlichen Ansatz, sodass auch Ideen diskutiert werden, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Themenfeld der Translationswissenschaft stehen. Hierzu zählt beispielsweise Schmitts Verbindung zum nationalsozialistischen Machtapparat oder die Diskussion einzelner seiner zentralen Thesen in der französischen Geisteswissenschaft.

 

Schaefer, Maria Magdalena

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Sprachwissenschaft

Betreut durch Prof. Dr. Bernd Meyer

Mehrsprachige Kommunikation am Beispiel eines deutsch-französischen Arbeitsteams: Eine gesprächslinguistische Methode

 

Scholz, Annika

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Erziehungswissenschaften

Betreut durch Univ.-Prof. Dr. Carla Schelle

Darstellungen zu Deutschland in Lehrwerken aus Frankreich - Hermeneutische Rekonstruktionen von Abbildungen und Texten

 

Schröder, Johannes

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

 

johannes.schroeder@gmx.org

Musiktheorie

Betreut durch Prof. Dr. Birger Petersen

 

 

Henri Mulet – Leben und Werk

Der französische Organist, Cellist und Komponist Henri Gabriel Mulet lebte von 1878-1967 und zählt zu den talentiertesten und dennoch am meisten vergessenen Komponisten des vergangenen Jahrhunderts.

Nahezu sein ganzes Werk ging durch eigenes Zutun verloren und durch sein Abwenden vom Pariser Stadtleben gegen Ende seines Lebens geriet er auch im Kreise seiner Freunde, Bekannten und Kollegen schnell in Vergessenheit. Von seinem Tode im Alter von 88 Jahren wurde in der Musikwelt kaum Notiz genommen.

Zielsetzung der Arbeit ist die möglichst genaue Darstellung des Lebens, Wirkens und Schaffens Mulets. Seine gesellschaftliche wie musikalische Position soll so umfassend wie möglich dargestellt und eine hoch begabte Musikerpersönlichkeit möglichst genau portraitiert werden. Im Kern steht die Einordnung der musikalischen Hinterlassenschaften Mulets anhand harmonischer, formaler und ästhetischer Kriterien.

 

Täschner, Katharina

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

 

katharina.taeschner@uni-mainz.de

Kunstgeschichte

Betreut durch Prof. Dr. Gregor Wedekind und Prof. Dr. Steffen Siegel (Folkwang Universität der Künste, Essen)

 

Die Metropole im Print. Fotografie und Bildpublizistik im Paris der Zwischenkriegsjahre

Über die Dauer der 1920er und 30er Jahre hinweg veröffentlichen emigrierte Fotografinnen und Fotografen wie Germaine Krull, André Kertész, Eli Lotar, Brassaï oder Ilse Bing hunderte von Fotografien. Ihre Bilder begleiten Artikel und literarische Texte; sie erscheinen als zusammenhängende Fotoreportagen, als textunabhängige Trouvaillen sowie thematisch verdichtet im Format des Fotobuchs. Diesem umfangreichen, durchaus heterogenen Material nähert sich das Promotionsprojekt in zwei Schritten an: Während zunächst für ein erweitertes Verständnis der Bildpublizistik im Sinne eines eigenwertigen Bestandteils fotografischer Praxis plädiert wird, interessiert im Folgenden die Rolle jener Fotografien im Prozess einer dezidiert durch die Printmedien vorangetriebenen ideengeschichtlichen Konstruktion der Metropole Paris. Anhand der Analyse einschlägiger Pariser Motive zielt die Untersuchung damit auf eine Verschränkung produktions- und rezeptionsästhetischer Fragestellungen, die neben der Ausprägung fotografischer Netzwerke auch ikonografische wie medienästhetische Setzungen in den Blick nehmen. Auf diesem Wege dient die historisch signifikante Parallele einer expandierenden Medienlandschaft auf der einen und den selbstreflexiven Vorstößen einer hoch produktiven, internationalen Fotografieszene auf der anderen Seite als Ausgangspunkt, um den in der Kunstgeschichte lange vernachlässigten Print auch neben der Galerie als einen vollwertigen Rezeptionsraum der Fotografie verstehen zu lernen.

 

Teichmann, Patrick

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

pteichma@students.uni-mainz.de

Französische Literaturwissenschaft

Betreut durch Prof. Dr. Dietrich Scholler

Die Darstellung der Chouannerie im französischen Roman

Das Dissertationsprojekt untersucht eine Strömung der französischen Literatur des 19. Jahrhunderts, in der sich ein verstärktes Interesse an der Chouannerie manifestiert. Gerade im Zeitraum von der Restauration bis zur Dritten Republik erscheint eine Reihe an historischen Romanen, die diese konterrevolutionäre Bewegung literarisch in Szene setzen.
Auffällig ist dabei, dass die Chouannerie in der zeitgenössischen Historiographie vernachlässigt wird, sodass sich den Schriftstellern im Gegenzug die Möglichkeit differenzierter Neuinterpretationen bietet. Der historische Kontext wird dabei revisionistisch behandelt und als Austragungsort ideologischer Reflexionen, die von den wechselhaften politischen Konstellationen im Frankreich des 19. Jahrhunderts geprägt sind, funktionalisiert. Durch eine allegorische Lesart lässt sich anhand der historischen Romane die Progression der gesellschaftlichen Diskurse des 19. Jahrhunderts untersuchen, die in Form von Decknarrationen auf das historische sujet rückprojiziert werden.

 

Ullrich, Tom

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

tom.ullrich@uni-mainz.de

Medienkulturwissenschaft

Betreut durch Prof. Dr. Gabriele Schabacher

 

Barrikaden. Kulturtechniken des revolutionären Paris (1830-1871)

Die Dissertation untersucht Barrikadenbau und Straßenkampf im Paris des 19. Jahrhunderts vor dem Hintergrund der sog. »Haussmannisierung«. Ziel der Arbeit ist eine Mediengeschichte des revolutionären Paris. Karten, Druckgrafiken, Gemälde und frühe Fotografien dokumentieren die vielen Aufstände und Revolutionen zwischen 1830 und 1871, während Barrikaden in der populären Literatur, in politischen Trakten, in Gerichts- und Verwaltungsprozessen und in der Tagespresse zu einem umstrittenen Topos werden. Inwieweit bringen aber Medien- und Kulturtechniken unter ihren je eigenen Bedingungen revolutionäre Ereignisse und Subjekte selbst erst mit hervor? Wie lässt sich der Zusammenhang zwischen einer »Kunst des Aufstandes« (Friedrich Engels) und einer »Regierungskunst« (Michel Foucault) genauer fassen? Anhand von Archivmaterialien diskutiert die Dissertation die wechselseitige Verfertigung von Boulevards und Barrikaden als Techniken einer revolutionären Kultur im Paris des 19. Jahrhunderts.

 

Publikationen:

Working on Barricades and Boulevards. Cultural Techniques of Revolution in Nineteenth-Century Paris, in: Jörg Dünne, Kathrin Fehringer, Kristina Kuhn und Wolfgang Struck (Hg.), Cultural Techniques: Assembling Spaces, Texts & Collectives, Berlin/Boston: De Gruyter, 2020, S. 23-45.

Die Straße sperren, Wege öffnen, in: Stadtbauwelt, Heft 227, 19.2020, Gütersloh: Bauverlag, S. 56-61 (zus. mit Christoph Eggersglüß).

Reparieren nach der Revolution. Kulturtechniken der Un/Ordnung auf den Pariser Straßen des 19. Jahrhunderts, in: Stefan Krebs, Gabriele Schabacher und Heike Weber (Hg.): Kulturen des Reparierens. Dinge – Wissen – Praktiken, Bielefeld: Transcript, 2018, S. 373-399.

Kommentar zu Auguste Blanquis »Anleitung für einen bewaffneten Aufstand«, in: Zeitschrift für Medien- und Kulturforschung, Heft 8, 1/2017, Hamburg: Meiner, S. 108-120.

Um das »Qualitätskino« herumarbeiten. Über Umwege und Workarounds des jungen Jean-Luc Godard, in: ilinx. Berliner Beiträge zur Kulturwissenschaft, Heft 4, 2017: Workarounds. Praktiken des Umwegs, hg. v. Holger Brohm, Sebastian Gießmann, Gabriele Schabacher und Sandra Schramke, S. 119-133.

 

Valentini, Silvia

Université de Bourgogne

 

 

silvia.valentini@u-bourgogne.fr

Littérature italienne

Betreut durch Prof. Dr. Nicolas Bonnet

 

Les sources européennes de la poétique de Carlo Levi

Le présent projet de recherche voudrait contribuer au renouveau des études sur Carlo Levi (Turin 1902- Rome 1975) en adoptant une perspective qui n’a pas encore été suffisamment explorée, nous semble-t-il : la dimension fortement européenne de l’oeuvre et de la personnalité du peintre et écrivain turinois. Dans l’univers poétique de Carlo Levi, bouleversant par l’incroyable richesse des références culturelles qu’il contient, Homère et la Bible dialoguent non seulement avec les auteurs de la littérature et philosophie
italienne, mais aussi, constamment, avec les auteurs français de sa formation (Stendhal, Baudelaire et Alain), allemands (Goethe, Hölderlin et surtout Jung, semblant être l’auteur qui exerce sur lui l’influence la plus profonde), russes (Tolstoï) et britanniques (Sterne). A travers la reconstruction de « la bibliothèque européenne » de Carlo Levi, il s’agit donc d’étudier la manière dont les différents auteurs convoqués dialoguent entre eux et contribuent à l’élaboration d’une pensée qui, dans le panorama de la littérature italienne du vingtième siècle, reste absolument unique.